top of page

PISA 2025: Deutschlands Bildung auf neuem Tiefstand – warum wir jetzt jedes Kind stärker in den Blick nehmen müssen

Autorenbild: Team SchoolsOut
Team SchoolsOut
vor 5 Stunden
5 Min. Lesezeit

Die Ergebnisse der PISA-Studie 2025 sind alarmierend. In Deutschland erreichen 15-jährige Schülerinnen und Schüler in Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik die niedrigsten Ergebnisse seit Beginn der PISA-Erhebungen. Nach einer deutlichen Verbesserung nach dem ersten „PISA-Schock“ vor 25 Jahren zeigt sich inzwischen seit rund einem Jahrzehnt wieder ein negativer Trend.

Auch im Saarland hat die Veröffentlichung eine intensive Bildungsdebatte ausgelöst. Für uns bei School’s Out – Profi-Nachhilfe & mehr stellt sich dabei vor allem eine Frage:

Was können wir konkret tun, damit Kinder nicht den Anschluss verlieren?

Was PISA 2025 tatsächlich zeigt

PISA untersucht die Kompetenzen von 15-Jährigen gegen Ende ihrer Pflichtschulzeit. Dabei geht es nicht einfach darum, Schulwissen abzufragen. Untersucht wird unter anderem, wie gut Jugendliche ihr Wissen einsetzen können, um alltagsnahe Aufgaben und Problemstellungen zu verstehen und zu lösen.

In Deutschland nahmen an PISA 2025 rund 6.700 Jugendliche an etwa 250 Schulen teil. Weltweit beteiligten sich rund 760.000 Schülerinnen und Schüler aus 91 Staaten und Regionen. Schwerpunkt der aktuellen Untersuchung waren die Naturwissenschaften.

Die Ergebnisse für Deutschland sind ernüchternd:

Naturwissenschaften: 486 PunkteLesen: 465 PunkteMathematik: 464 Punkte

Damit liegt Deutschland inzwischen in allen drei Bereichen ungefähr auf dem Niveau des OECD-Durchschnitts. Die OECD stellt fest, dass die deutschen Ergebnisse 2025 in Mathematik und Lesen nochmals niedriger ausfallen als 2022; in den Naturwissenschaften liegen sie ungefähr auf dem damaligen Niveau. Im langfristigen Vergleich sind es in allen drei Bereichen die niedrigsten jemals für Deutschland bei PISA gemessenen Ergebnisse.

Besonders die Zahl der leistungsschwachen Jugendlichen macht Sorgen

Der Blick auf die Durchschnittswerte allein zeigt noch nicht das ganze Ausmaß.

In Mathematik erreichen nur noch 66 Prozent der Jugendlichen in Deutschland mindestens Kompetenzstufe 2. Das bedeutet umgekehrt: Rund 34 Prozent erreichen dieses grundlegende Kompetenzniveau nicht.

Beim Lesen erreichen 68 Prozent mindestens Kompetenzstufe 2 – etwa 32 Prozent bleiben darunter.

In den Naturwissenschaften erreichen 73 Prozent mindestens Kompetenzstufe 2, sodass etwa 27 Prozent unterhalb dieses Niveaus liegen.

Noch deutlicher wird die Entwicklung im langfristigen Vergleich: Gegenüber 2015 ist der Anteil der Jugendlichen unter Kompetenzstufe 2 um 17 Prozentpunkte in Mathematik, 15 Prozentpunkte im Lesen und 10 Prozentpunkte in den Naturwissenschaften gestiegen.

Das DIPF fasst einen weiteren Befund zusammen, der uns besonders nachdenklich macht: Rund ein Fünftel der 15-Jährigen verfügt in keinem der drei untersuchten Bereiche über ausreichende Basiskompetenzen.

Was bedeutet das für den Schulalltag?

Hinter diesen Prozentwerten stehen keine abstrakten Zahlen.

Dahinter stehen Kinder und Jugendliche, die Schwierigkeiten haben können, einen Text richtig zu erfassen, mathematische Zusammenhänge zu verstehen oder naturwissenschaftliche Informationen anzuwenden.

Und Lernprobleme entstehen häufig nicht plötzlich in der 9. Klasse.

Eine nicht verstandene mathematische Grundlage kann zur nächsten Wissenslücke führen. Unsicheres Lesen erschwert nicht nur Deutsch, sondern beispielsweise auch Mathematik, Geschichte, Biologie oder Erdkunde. Wer eine Aufgabenstellung nicht richtig versteht, kann sein eigentlich vorhandenes Wissen möglicherweise gar nicht anwenden.

Deshalb sollte Förderung unserer Ansicht nach nicht erst dann beginnen, wenn die Versetzung gefährdet ist.

Auch im Saarland wird über die Konsequenzen diskutiert

Die Ergebnisse beschäftigen auch Schulen und Lehrerverbände im Saarland. Die Diskussion zeigt, dass es dabei nicht nur um Unterrichtsinhalte geht. Es geht ebenso um Rahmenbedingungen, Personal und die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler individuell zu unterstützen.

Ein Punkt aus den bundesweiten PISA-Daten verdeutlicht die Herausforderung: 52,1 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Deutschland besuchen Schulen, deren Schulleitungen angeben, dass Lehrkräftemangel die Fähigkeit der Schule zur Unterrichtsversorgung zumindest teilweise beeinträchtigt.

Lehrkräfte sollen gleichzeitig leistungsstarke Kinder fordern, Lernlücken schließen, unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten berücksichtigen und auf individuelle Schwierigkeiten eingehen.

Das ist eine enorme Aufgabe.

Und genau an dieser Stelle kann zusätzliche individuelle Förderung eine sinnvolle Ergänzung zum schulischen Unterricht darstellen.

Welche Rolle kann professionelle Nachhilfe spielen?

Nachhilfe kann Schule nicht ersetzen – und soll es auch nicht.

Professionelle Nachhilfe kann jedoch dort zusätzliche Zeit schaffen, wo sie im regulären Unterricht naturgemäß begrenzt ist.

Ein Kind kann eine Aufgabe noch einmal in Ruhe erklärt bekommen. Grundlagen können wiederholt werden. Verständnisprobleme können identifiziert werden. Lernstoff kann in kleinere Schritte zerlegt und dem individuellen Lerntempo angepasst werden.

Dabei sollte moderne Nachhilfe aus unserer Sicht weit mehr sein als:

„Morgen schreiben wir eine Klassenarbeit – wir müssen heute noch schnell lernen.“

Gute Nachhilfe sollte möglichst früh ansetzen und langfristiger denken.

Bei School’s Out möchten wir deshalb zunächst verstehen:

Wo steht das Kind?Welche Grundlagen sind vorhanden?Wo befinden sich konkrete Lernlücken?Wie lernt das Kind am besten?Was hat es bisher nicht verstanden?Und wie können wir ihm wieder Sicherheit beim Lernen vermitteln?

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Ergebnis der OECD: Angebote zur Lernunterstützung – beispielsweise Möglichkeiten zur Hausaufgabenunterstützung und Peer-to-Peer-Tutoring – stehen im internationalen Vergleich mit besseren naturwissenschaftlichen Leistungen in Zusammenhang. Das ist kein Beweis dafür, dass Nachhilfe automatisch bessere PISA-Ergebnisse verursacht, unterstreicht aber die Bedeutung zusätzlicher Lernunterstützung.

Nachhilfe darf nicht nur Fehler korrigieren

Für uns gehört zu erfolgreicher Förderung deshalb mehr als die Bearbeitung eines Arbeitsblattes.

Ein Kind, das über längere Zeit schlechte Ergebnisse erzielt, kann irgendwann anfangen zu glauben:

„Ich kann Mathe einfach nicht.“

oder:

„Lesen kann ich sowieso nicht.“

Genau dieser Punkt ist entscheidend.

Wir möchten Kindern wieder Erfolgserlebnisse ermöglichen. Lernziele müssen erreichbar sein, Fortschritte sichtbar werden und Grundlagen Schritt für Schritt aufgebaut werden.

Denn wer wieder merkt „Ich kann das“, geht häufig ganz anders an die nächste Aufgabe heran.

Nicht jedes Lernproblem ist mit klassischer Nachhilfe zu lösen

Gleichzeitig müssen wir genau unterscheiden.

PISA untersucht keine Legasthenie, LRS oder Dyskalkulie. Aus den PISA-Ergebnissen lässt sich daher nicht ableiten, wie viele der leistungsschwachen Jugendlichen eine solche Problematik haben.

Bei anhaltenden und ausgeprägten Schwierigkeiten im Lesen, Schreiben oder Rechnen sollte jedoch genauer hingeschaut werden.

Denn ein Kind mit einer ausgeprägten Lese-Rechtschreibproblematik benötigt möglicherweise eine andere Förderung als ein Kind, das aufgrund einiger versäumter Unterrichtsinhalte Lernlücken entwickelt hat.

Gleiches gilt für Schwierigkeiten im mathematischen Bereich.

Deshalb unterscheiden wir bei School’s Out zwischen klassischer Nachhilfe und unserer spezialisierten Förderung im Bereich Legasthenie, LRS und Dyskalkulie.

Unser Grundgedanke bleibt dabei derselbe:

Nicht das Kind muss zu unserer Förderung passen – die Förderung muss zum Kind passen.

Bildungschancen hängen weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab

PISA 2025 zeigt noch ein weiteres Problem.

Der Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Hintergrund und schulischer Leistung bleibt in Deutschland besonders ausgeprägt. Bei den Naturwissenschaften beträgt der Leistungsunterschied zwischen dem sozioökonomisch oberen und unteren Viertel in Deutschland sogar mehr als 100 PISA-Punkte. Deutschland gehört damit zu den Ländern mit besonders großen entsprechenden Leistungsunterschieden.

Das DIPF berichtet, dass der Zusammenhang zwischen naturwissenschaftlicher Kompetenz und sozioökonomischem Status in Deutschland bei PISA so stark wie nie zuvor ausgefallen ist.

Das darf uns nicht gleichgültig sein.

Bildungschancen sollten möglichst wenig davon abhängen, aus welcher Familie ein Kind kommt oder welche Unterstützung zu Hause geleistet werden kann.

Die OECD zieht aus PISA 2025 deshalb unter anderem die Schlussfolgerung, dass erfolgreiche Bildungssysteme Lehrkräfte stärken, Eltern einbeziehen und Schüler sowie Schulen mit besonderem Bedarf gezielt unterstützen.

Unser Fazit: Früh hinschauen statt später reparieren

PISA 2025 ist kein Grund, Kinder unter zusätzlichen Leistungsdruck zu setzen.

Die Ergebnisse sollten vielmehr ein Anlass sein, unser Bildungssystem und die Förderung jedes einzelnen Kindes genauer zu betrachten.

Wenn ein Kind Schwierigkeiten hat, sollten wir nicht warten, bis aus einer kleinen Lernlücke ein großes Problem geworden ist.

Früh erkennen.Verstehen, wo die Schwierigkeit liegt.Grundlagen aufbauen.Individuell fördern.Motivation stärken.Fortschritte sichtbar machen.

Schule, Eltern und außerschulische Förderung sollten dabei nicht gegeneinander arbeiten, sondern gemeinsam.

Denn am Ende geht es bei PISA nicht um Tabellen, Rankings oder Schlagzeilen.

Es geht um die Zukunft unserer Kinder.

School’s Out – Profi-Nachhilfe & mehr

Nachhilfe in allen wichtigen SchulfächernSpezialisierte Förderung bei Legasthenie, LRS & DyskalkuliePrüfungsvorbereitung & Ferienkurse

📍 Riegelsberg📱 WhatsApp: 06834 19418

Nur Ihr Kind zählt.

Quellen: Die zentralen Zahlen dieses Beitrags stammen aus den am 8. September 2026 veröffentlichten Ergebnissen von PISA 2025. Primärquellen sind die Länderanalyse Deutschland und der Gesamtbericht der OECD – PISA 2025 Ergebnisse für Deutschland sowie die Auswertung des DIPF – PISA-Ergebnisse auf neuem Tiefstand. Weitere Angaben zu Lernunterstützung und schulischen Rahmenbedingungen stammen aus dem OECD-Bericht PISA 2025.

 
 
 

Kommentare


bottom of page