Verdachtsfall Legasthenie: Warum frühes Erkennen und gezielte Förderung so wichtig sind
- Team SchoolsOut
- vor 2 Tagen
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Wenn ein Kind beim Lesen und Schreiben Schwierigkeiten zeigt, Buchstaben verwechselt oder trotz intensiven Übens immer wieder dieselben Probleme auftreten, entsteht bei Eltern häufig die Frage: Könnte eine Legasthenie dahinterstecken?
Unsere Fortbildung 1064 „Verdachtsfall Legasthenie“ von Claudia Zlanabitnig beschäftigt sich ausführlich mit dieser Frage und zeigt insbesondere, wie wichtig Früherkennung, eine differenzierte Betrachtung und eine individuell abgestimmte Förderung sind. Die Arbeit behandelt dabei sowohl das Kindergarten- und Vorschulalter als auch Diagnostik und Fördermöglichkeiten im Schulalter.
Legasthenie bedeutet nicht mangelnde Intelligenz
Ein besonders wichtiger Punkt: Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben dürfen nicht automatisch mit einer geringeren Begabung gleichgesetzt werden.
Die Arbeit beschreibt Legasthenie als Problematik, die unabhängig von der allgemeinen Intelligenz auftreten kann. Zudem wird deutlich, dass Legasthenie individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann.
Genau deshalb sollte nicht ausschließlich darauf geschaut werden, wie viele Fehler ein Kind macht. Entscheidend ist vielmehr die Frage, warum diese Fehler entstehen und in welchen Bereichen das Kind Unterstützung benötigt.
Auffälligkeiten können schon vor der Schule sichtbar werden
Eine Legasthenie selbst kann nach Darstellung der Arbeit erst im Zusammenhang mit dem Schriftspracherwerb festgestellt werden. Dennoch können bereits im Kindergarten- und Vorschulalter Auffälligkeiten in wichtigen Entwicklungsbereichen beobachtet werden.
Hierzu gehören beispielsweise Bereiche der sprachlichen, sensorischen und motorischen Entwicklung. Zeigt ein Kind entsprechende Auffälligkeiten, spricht sich die Arbeit für eine frühzeitige Förderung aus.
Auch sogenannte Vorläuferfertigkeiten spielen eine wichtige Rolle. Das Bielefelder Screening (BISC) wird beispielsweise als Möglichkeit beschrieben, Risikokinder bereits vor der Einschulung zu erkennen. Dabei werden unter anderem phonologische Bewusstheit, visuelle Aufmerksamkeit und Gedächtnisfunktionen betrachtet.
Früh fördern statt abwarten
Ein zentraler Gedanke der Arbeit lautet deshalb: Auffälligkeiten sollten ernst genommen werden, bevor sich aus Lernproblemen eine lange Kette schulischer Misserfolge entwickelt.
Gerade die Förderung der phonologischen Bewusstheit kann bereits vor Schuleintritt sinnvoll sein. Die Arbeit verweist darauf, dass entsprechende Vorschulförderung den späteren Schriftspracherwerb erleichtern kann und auch Kinder mit Legasthenie davon profitieren können.
Dabei geht es nicht darum, einem Kindergartenkind möglichst früh klassischen Schulunterricht zu geben. Spielerische Übungen können beispielsweise das genaue Hinhören, das Erkennen von Lauten, Reimen oder Silben fördern.
Im Schulalter: Erst genau hinschauen, dann gezielt fördern
Zeigen sich die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben im Schulalter deutlich, sollte die Förderung nicht nach dem Prinzip „mehr vom Gleichen“ erfolgen.
Die in der Arbeit dargestellte AFS-Methode betrachtet drei Bereiche:
A – Attention: Aufmerksamkeit F – Function: Funktionen bzw. Sinneswahrnehmungen S – Symptom: Arbeit an den konkreten Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben.
Das beschriebene AFS-Testverfahren bezieht entsprechend Aufmerksamkeit, Sinneswahrnehmung und Fehlersymptomatik ein. Auf Grundlage der Ergebnisse soll anschließend ein individuell abgestimmtes Training erfolgen.
Besonders wichtig ist dabei die Individualität: Die Übungen sollen an den jeweiligen Entwicklungsstand und die festgestellten Schwierigkeiten des Kindes angepasst werden. Über- und Unterforderung sollen vermieden werden.
Jedes Kind braucht seinen eigenen Förderweg
Genau dieser Gedanke entspricht auch unserem Ansatz bei SchoolsOut Profi-Nachhilfe & mehr in Riegelsberg.
Bei einem Verdacht auf Legasthenie oder LRS möchten wir nicht ausschließlich auf Schulnoten oder die Anzahl der Rechtschreibfehler schauen. Eine gezielte pädagogische Förderdiagnostik kann dabei helfen herauszufinden, wo die individuellen Schwierigkeiten liegen und welche Förderung tatsächlich sinnvoll ist.
Denn ein Kind, das sich bereits stark anstrengt, benötigt nicht automatisch „noch mehr Übung“. Es benötigt Übungen, die zu seinen persönlichen Schwierigkeiten passen.
Früherkennung wurde bereits in der in der Fortbildung aufgearbeiteten Forschung mit individuell abgestimmten Förderplänen und einer möglichst frühen Unterstützung verbunden.
Unser Fazit
Ein Verdacht auf Legasthenie sollte weder dramatisiert noch ignoriert werden. Entscheidend ist, das Kind genau zu beobachten, vorhandene Stärken einzubeziehen und Schwierigkeiten möglichst früh und differenziert zu erfassen.
Je genauer wir wissen, wo ein Kind Unterstützung benötigt, desto gezielter können wir fördern.
Bei SchoolsOut Riegelsberg begleiten wir Kinder und Eltern deshalb von der pädagogischen Testung über die Auswertung und Förderplanung bis zur individuell abgestimmten Förderung.




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